Den Atem beobachten

Eine Grundvoraussetzung für das Praktizieren von Pranajama ist es, seinen Körper und den Atem zu beobachten. Als Einführung zur Meditation wird häufig die Atemmeditation angewendet, da sie hilfreich ist, den Geist zu beruhigen und Konzentration aufzubauen. Schon das Zählen der Atemzüge kann als Einstieg dienen und von störenden Gedanken ablenken. Das Heben und Senken der Bauchdecke macht deutlich, dass eine Verbindung von Körper und Atem besteht.

Jeder kennt das Sprichwort „erst mal tief durchatmen“, oder „es stockt der Atem“. Ein ruhiger, gleichmäßiger Atem ist eine Grundvoraussetzung für ein ausgeglichenes Leben. Atembeobachtung wird von vielen Menschen als Hilfe beim Einschlafen geschätzt. Einatmen und Ausatmen sollten sehr langsam geschehen. Das erfordert konzentrierte Aufmerksamkeit auf den Atemprozess und einen gelassenen, ruhigen Geist. Die Energie wird stärker durch den Körper fließen, wenn der Atem ruhig geht und der Körper sich in Harmonie mit dem Atem befindet. Die Zeit sollte möglichst keine große Bedeutung haben, denn unter Zeitdruck beschleunigt sich in der Regel der Atem und die Konzentration lässt nach.