Kapalabhati

Die Kapalaphati-Atmung wird auch als Reinigungs- und Entgiftungsatmung bezeichnet. Wörtlich übersetzt bedeutet Kapalaphati „scheinender Schädel“. Sie fördert die Konzentration, erhöht das Lungenvolumen, fördert Entspannung und Konzentration, versorgt den Körper mit frischem Sauerstoff und entgiftet ihn, da beim Ausatmen Toxide und Kohlendioxid ausgeschieden werden.

Zudem werden die Nasengänge gereinigt. Sie ist eine Entgiftungsatmung. Kapalabhi kann sehr gut als Vorbreitung zur Meditation eingesetzt werden, da in der Regel nach dem Praktizieren eine Ruhe im Geist eintritt.

Zur Praxis:

  • Eine bequeme Sitzhaltung ist Grundposition für die Atemtechnik
  • Tief Ein- und Ausatmen, gerade Wirbelsäule, Schultern entspannt
  • Die Bauchdecke einziehen und durch die Nase stoßweise, wie ein Blasebalg ausatmen.
  • Beim Einatmen die Bauchdecke wieder locker lassen
  • Ca. 30 mal stoßweise Ausatmen und das Einatmen von selbst geschehen lassen
  • Das Einatmen sollte doppelt so lang sein wie das Ausatmen
  • Es werden mehrere Zyklen mit steigender Häufigkeit geübt

Anfänger sollten nicht mehr als 50-80 Ausatmungen pro Zyklus machen. Drei Zyklen sollten nicht überschritten werden. Fortgeschrittene können bis zu 200 Ausatmungen in bis zu 10 Zyklen machen.

Variation:
Wechselseitige Kapalabhati:

  • Statt durch beide Nasenlöcher auszuatmen wird wechselseitig durch ein Nasenloch geatmet.
  • Der Atemrythmus sollte nicht zu schnell werden, damit das passive Einatmen weiter geschieht

Die Atemtechnik sollte nicht geübt werden bei hohem Blutdruck, Entzündungen im Bauchraum, Schwangerschaft oder Monatsblutung. Man sollte zuvor keine Mahlzeiten zu sich nehmen und den Raum, in dem geübt wird möglichst zuvor lüften.