Yoga Arten

Ashtanga (Power) Yoga

Die kraftvolle, dynamische Yogaform wird traditionell in Südindien gelehrt. Hauptmerkmal dieser Yogaform ist die fließende Abfolge von Asanas, die in ihrer Abfolge gleich bleiben.

Es entsteht ein harmonischer Fluss von Übungen. Es gibt verschiedene Serien, die sich im Schwierigkeitsgrad unterscheiden. Die verschiedenen Reihen dienen dazu, verschiedene Ebenen von Körper und Geist zu harmonisieren.

Bhakti Yoga

Bhakti ist ein Begriff aus dem Sanskrit und heißt „liebevolle Hinwendung an Gott“, oder „sich völlig an Gott verschenken“. Bhakti nutzt Gefühle als einen Weg Gott nahe zu kommen und sich mit ihm zu vereinen. Einige der Richtungen des Bhakti Yoga werden nach den Göttern benannt, die angebetet werden.

Eine besondere Rolle innerhalb des Bahkti Yoga kommt dem Gott Krishna zu. Anhänger dieser Richtung sind davon überzeugt, dass es sich um eine wirkungsvolle Methode handelt, Befreiung zu erlangen. Die „Hingabe“, die dafür benötigt wird kann durch Konzentration gelenkt werden.

Bikram Yoga

Bikram Yoga stammt ursprünglich aus Indien und wurde in Kalifornien von seinem Namensgeber Bikram Choudhura weiterentwickelt. Ein wichtiges Merkmal ist die Temperatur des Raums, in dem die Übungen praktiziert werden. Der Raum ist mit 40 Grad indischen Klimaverhältnissen angepasst. 26 Haltungen aus dem Hatha Yoga werden in einer gleich bleibenden Reihenfolge geübt. Dies geschieht in einer Zeit von 90 Minuten.

Die hohe Raumtemperatur sorgt für ein schonendes Belasten der Muskeln und Sehnen. Zu dem wird der Kreislauf angeregt und durch permanentes Trinken und Schwitzen wird die Entgiftung des Körpers gefördert. Frisches, mit Sauerstoff angereichertes Blut gelangt so in jede Körperzelle.

Hatha Yoga

Hatha bedeutet Sonne und Mond, männlich und weiblich und gegensätzliche Tendenzen im Körper. Hatha Yoga bewirkt den Ausgleich der Dualitäten, die in Körper und Geist existieren. Die Körperhaltungen sind nur ein Teil des Hatha Yoga. Ein wichtiger Bestandteil sind auch die Atmung und Entspannung. Die subtilen Energien des Körpers werden genutzt um den Prana-Fluß zu fördern.

Dies geschieht durch Atemtechniken bei denen die Nadis gereinigt werden. Der zentrale spirituelle Kanal kann durch die Chakren nach oben fließen. Der feinstoffliche Körper wird stabilisiert. Das Bewusstsein wird gefestigt.

Iyengar Yoga

Die Yogaart wurde nach dem Yogi benannt, der sie praktiziert hat. Die Übungen halten nicht an den traditionellen Reihen fest. Es ist eine kraftvolle Art, die die körperliche Bewegung betont und gleichzeitig die meditativen Aspekte des philosophischen Systems der Yoga Sutras nach Patanjali berücksichtigt.

Durch Konzentration wird die „Meditation in Bewegung“ bewusst.

Jnana Yoga

Der „Weg des Wissens“ bedeutet das Streben nach Erkenntnis der letzten Wahrheit. Jnana Yoga ist das Yoga der Weisheit. Es stellt sich die Frage nach dem Sinn des Daseins, woher komme ich? Wer bin ich?

Wenn der Verstand darauf keine Antwort mehr weiß erfährt der Geist infolge des Versagens eine Verlagerung ins Leere und das Bewusstsein entfaltet sich. Die Aktivitäten des Geistes verbergen die Wahrnehmung der Wirklichkeit. Meditation ist die Technik des Jnana Yoga. Wichtige Begriffe sind Reinkarnation und Karma

Karma Yoga

Beispielhafte Personen sind hierfür Mutter Theresa und Mahatma Gandhi. Karma Yoga erfordert keine bestimmten Fähigkeiten. Es bedeutet „selbstloses Handeln“, ohne Dank zu erwarten.

Alles Handeln ist eine Opfergabe an das Göttliche. Eine höhere Wesenheit, der man die Früchte widmen kann, macht das selbstlose Handeln sinnvoll. Große Willenskraft ist erforderlich um alltägliche Dinge mit echter Selbstlosigkeit zu verrichten. Karma Yoga steht auch im Zusammenhang mit höheren Bewusstseinszuständen.

Kundalini Yoga

Durch das Praktizieren von Kundalini Yoga wird die Kundalini-Energie freigesetzt. Die Kundalini wird oft als eine schlafende Schlange gesehen, die durch Yoga-Techniken erweckt werden kann und durch die Chakren aufsteigt. Damit verbunden sind spirituelle Erfahrungen und Glücksgefühle, die als überwältigend beschrieben werden.

Die Yoga Praxis dient dazu den Energiefluss durch die Chakren frei laufen zu lassen, und Blockierungen zu vermeiden. Die Praxis des Kundalini-Yoga beinhaltet auch Asanas, Pranajama, Mudras und Mantras.

Raja Yoga

Raja Yoga wird heute als Meditation verstanden. Pranajama und Asanas spielen keine Rolle mehr, jedoch ist eine passende Haltung für die Meditation (Lotussitz) wichtig. Raja Yoga muss durch Hatha Yoga vorbereitet werden.