Warum Yoga?

Die meisten Menschen entwickeln ein Interesse für Yoga, da sie sich von dem Ansatz der Ganzheitlichkeit, der Verbindung von Körper, Geist und Seele angesprochen fühlen. Yoga ist eine philosophische Lehre, die ihren Ursprung in Indien hat und verbindet verschiedene Übungen, wie Asanas (Haltung), Pranayama (Atmung), Meditation und Tiefenentspannung. Nach diesem Prinzip sind auch die Yoga-Kurse konzipiert.

Die vielen unterschiedlichen Formen des Yoga unterscheiden sich in Philsosophie und Praxis sehr voneinander. In Westeuropa liegt der Schwerpunkt der Yogakurse häufig auf dem körperlichen Aspekt der Übungen (Asanas), wohingegen die geistige Konzentration bei den meditativen Formen des Yoga im Vordergrund steht. Das üben von Asanas kann den Körper dabei unterstützen Impulse zu setzen, wenn er ins Ungleichgewicht geraten ist. Muskelausdauer, Kraft, Flexibilität, Gleichgewichtssinn und Dehnbarkeit werden trainiert, z.Bsp. ein verspannter Nacken kann wieder in Balance gebracht werden, die Rückenmuskulatur wird gekräftigt, was zu einer verbesserten Körperhaltung führt, Diabetes kann stabilisiert werden und Bluthochdruck gesenkt. Man kann jedoch nicht sagen, dass eine bestimmte Asana bei jedem Menschen den gleichen Effekt bewirkt. Abhängig ist die Wirkung immer von den individuellen Umständen des Einzelnen. Ein zusätzlicher Effekt der Yogapraxis ist das Erlernen eines fürsorglichen Umgangs mit unserem Körper, und es ebnet den Weg zu positiven Erfahrungen mit uns selbst. Damit die Übungen nicht falsch ausgeführt werden, sollten sie unter fachlicher Anleitung in einem Yogakurs erlernt werden und nicht nur nach Büchern.


Um mit dem Yoga zu beginnen bedarf es keiner besonderen Voraussetzungen. Die Yoga-Praxis jedes einzelnen Menschen ist geprägt von seinem Hintergrund, seinen Möglichkeiten und Bedingungen. Im Yogakurs kann jeder individuell zu den Übungen geführt werden, die seinem individuellen Bedürfnissen entspricht. Jemand der Probleme mit dem Knie hat wird andere Übungen brauchen, als jemand der unter chronischen Rückenschmerzen leidet.
Die innere Haltung ist in jedem Falle maßgeblich für den Erfolg der Yogapraxis. Wir selbst tragen die Verantwortung für unsere Gesundheit und können durch die regelmässige Teilnahme an einem Yogakurs positive Effekte auf die psychische und die physische Gesundheit bewirken. Beschwerden wie z.B. Kopfschmerzen, Schlafstörungen, Rückenschmerzen und Diabetes, sowie nervöse Beschwerden können gemindert werden.
Bei einigen Yoga-Richtungen ist der Präventionsaspekt das zentrale Anliegen, bei anderen ist er nur eine Begleiterscheinung. Viele Menschen, die an Yoga-Kursen teilnehmen schützen besonders die beruhigende, ausgleichende Wirkung und den Ausgleich, den sie damit dem Stress des Alltags entgegensetzten können. Fester Bestandteil der Yogakurse sind die Atemübungen (Pranayama) und Meditationen und die damit verbundene innere Einkehr, sowie die Entwicklung von innerer Gelassenheit.

Kosten für Yogakurse können von den Krankenkassen im Rahmen der Gesundheitsprävention zur Vermeidung von stressbedingten Krankenheiten und Rückenleiden übernommen werden. (Handlungsleitfaden der Krankenkassen nach §20 Abs. 1 und 2 SGB V). Bei den Yogakursen wird Hatha-Yoga praktiziert, d.h. der Fokus liegt auf Körper- und Entspannungsarbeit. Philosophisches, spirituelles und religiöses Beiwerk sollen nicht im Vordergrund stehen.